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Autor Thema: Geoblocking-Verordnung  (Gelesen 1103 mal)

Offline WeXsler

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Geoblocking-Verordnung
« am: 18. September 2018, 11:15:26 »
Hallo, hat sich schon jemand mit der VO beschäftigt? Der 3. Dezember ist ja bald ... . Ich hatte das überhaupt nicht auf dem Schirm. Muß man jetzt alle EU-Länder im Shop freischalten? Wenn ich das richtig verstehe, muß ich allen EU-Bürgern die Möglichkeit geben in meinem deutschen Shop zu bestellen (ich habe keine spezifischen Länderseiten) - darf aber die Lieferländer beschränken. Ist mein Liefergebiet z.B. nur auf Deutschland und Österreich beschränkt, so muß ich auch bestellwilligen Bürgern z.B. aus Frankreich die Möglichkeit geben zu bestellen und dann die Ware - im Beispiel - an eine deutsche oder österreichische Lieferanschrift versenden bzw. eine Abholmöglichkeit am Firmenstandort anbieten. Ist das so richtig? Falls ja, wie kann man das im Shop einstellen? Die EU-Länder alle freigeben, so dass sich die Leute anmelden können ist klar, aber wie geht das dann, dass die als Lieferanschift nicht automatisch ihre Wohnortlieferanschift mit der sie sich angemeldet haben bekommen, sondern eben eine (im Beispiel) österreichische bzw. deutsche Lieferanschrift auswählen müssen? Oder muß ich doch nicht allen EU-Bürgern eine Bestellmöglichkeit geben? Ich verstehe das gerade überhaupt nicht :-( ... ggf. wären dann ja auch noch Rechtstexte für die jeweiligen EU-Länder anzupassen bzw. überhaupt erstmal zu erstellen ...

Linkback: https://www.modified-shop.org/forum/index.php?topic=39501.0

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Offline FräuleinGarn

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Re: Geoblocking-Verordnung
« Antwort #1 am: 18. September 2018, 11:21:55 »
Die Versandländer stellst du im Versandmodul ein. Wenn da nun als bsp nur Deutschland eingetragen ist, dann müsste ein Franzose zb eine deutsche Versand-Adresse angeben um bestellen zu können.

Inwieweit das notwendig ist weiß ich aber nicht.

Gruß Timm

Offline Morgenstund

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Re: Geoblocking-Verordnung
« Antwort #2 am: 18. September 2018, 16:23:28 »
Betrifft lediglich einen fest umgrenzten Bereich.

Zitat
Diese Verordnung soll gewährleisten, dass die Abonnenten eines Online-Inhaltedienstes in ihrem Heimatland in der EU, wie z. B. Online-Inhaltedienste für Filme, Sportveranstaltungen, E-Books, Videospiele und Musik, weiterhin darauf zugreifen können, wenn sie sich vorübergehend in einem anderen EU-Land aufhalten.

Quelle: https://eur-lex.europa.eu/summary/DE/4304081

Offline WeXsler

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Re: Geoblocking-Verordnung
« Antwort #3 am: 18. September 2018, 16:56:27 »
Danke Timm! Darauf hätte ich auch selbst kommen müssen ... . Wie war das mit dem Wald und den Bäumen? :-)

@Morgenstund. Ja, das wäre dann für mich ausgestanden, wenn dem nur alleine so wäre. Wenn ich die IT-Recht und dem shopbetreiber-blog - das sind jetzt die beiden Quellen die ich bisher zum Thema gelesen habe - richtig verstehe, geht es um Waren und Dienstleistungen (Art. 1 u. 4 der Verordnung). Demnach betrifft das so ziemlich jeden Shop, mit wenigen Ausnahmen.

Quelle 1: https://shopbetreiber-blog.de/2018/09/03/die-geoblocking-verordnung-kommt-was-shopbetreiber-nun-beachten-muessen/

Quelle 2: https://www.it-recht-kanzlei.de/geoblocking-faq.html

Insbesondere in der Quelle der IT-Recht finde ich dann zwei Hinweise, die mich irritieren - wiederspricht sich das denn nicht?

"So dürfen Online-Händler Kunden aus einem anderen Mitgliedsstaat nicht mehr pauschal den Zugang zu Ihren Onlineshops verwehren [...]." und

"Der Online-Händler wird weiterhin nicht gezwungen, in allen EU-Mitgliedsstaaten seine Produkte anzubieten. Er darf Kunden nur in bestimmten EU-Mitgliedsstaaten ansprechen (Erwägungsgrund 15 Verordnung)."

Heißt das jetzt, dass ein EU-Bürger zwar meinen Shop besuchen können muß - das kann er ja bei mir schon immer - aber ich kann Länder auschließen aus denen ich keine Bestellungen haben möchte (mache ich auch schon immer so)? In diesem Falle würde die VO mit der Absicht einen ungehinderten Warenfluß in der EU herzustellen aber doch nicht so viel Sinn ergeben. Beispiel: Bürger mit Wohnsitz in Frankreich dürfen zwar von dort aus meinen Shop sehen, sie können aber von dort nicht bestellen wenn ich Bestellungen aus Frankreich nicht möchte und ich in das Land auch nicht liefere.

Ich versteh`s nicht.

Offline DieterW

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Re: Geoblocking-Verordnung
« Antwort #4 am: 18. September 2018, 17:19:30 »
Was gibt's da zu verstehen? Seit wann haben all diese EU Gesetze einen anderen Sinn als Großkonzernen Wettbewerbsvorteile zu geben? Es ist volle Absicht, dass die kleinen Händler jetzt im Regen stehen. Das soll so sein. Es macht auch wirklich keinen Sinn für den Kunden, dieses Gesetz. Es soll nur Arbeit produzieren und uns zwingen mit Unternehmen zusammenzuarbeiten mit denen wir ohne das Gesetzt nicht zusammenarbeiten würden.

Shopbetreiber-blog hat es sehr treffend zusammengefasst: (Hervorhebung von mir)
Zitat
Der EU-Gesetzgeber hat das Vertragsrecht bislang nicht harmonisieren können, weil dies politisch nicht durchsetzbar war. Nun sollen die Händler diese noch vorhandene Rechtszersplitterung durch die (unmögliche) Vorgabe ausbaden, keine unterschiedlichen AGB verwenden zu dürfen, obwohl (zumindest nach EuGH-Rechtsprechung) künftig häufig eine aktive Ausrichtung mit Differenzierungszwang vorliegen dürfte.

Ich muss Auslandskunden Rechnungskauf anbieten, kann aber bei Nichtzahlung das Geld sofort ausbuchen, da der Klageweg im Ausland zu teuer ist. Witzigerweise lässt mich das Finanzamt das dann nicht mal ausbuchen, mit der Begründung, ich könne doch der Forderung nachgehen ... also Zahle ich noch Steuern auf das Geld das ich nie erhalten habe für eine Ware die ich freiwillig niemals auf Rechnung herausgegeben hätte.
Einzige Alternative ist dann wieder ein Großkonzern der mitverdient wie PayPal ..... Ratet mal wer die ReGIERung in Brüssel berät .....

https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/wirtschaft/schoenes_neues_geld-15082.html


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